Dieses Thema ist eines der dramatischten, da immer mehr davon betroffen sind. Auch dass die Mittelschicht droht wegzubrechen, ist für eine Gesellschaft nicht nur tragisch, sondern auch bedrohend.

Bereits jetzt können viele trotz Arbeit ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten, was zur Verschuldung und in die sogenannte Schuldenfalle führt. Man spricht bei diesem Phänomen von „Working poor“. In Österreich sind ca. 243.000 Menschen von Armut, Armutsgefährdung und damit verbundener sozialer Ausgrenzung betroffen. Diese Zahlen werden nach der Coronakrise noch deutlich steigen, da auch die Arbeitslosenzahlen nicht zurückgehen werden, weil die Arbeitgeber selbst ums nackte Überleben kämpfen und Arbeitsplätze dem Sparstift verständlicherweise zum Opfer fallen.

Für uns steht hier klar der Mensch im Mittelpunkt und österreichische Familien und Arbeitnehmer müssen dahingehend abgesichert werden, dass sie die Schwelle zur Armut nicht überschreiten. Dies bedeutet für uns, dass jeder Österreicher/in, der/die erwerbstätig ist oder Beiträge geleistet hat, auch einen Anspruch auf soziale Absicherung haben muss. Wir sprechen hier nicht von den bestehenden staatlichen Hilfen, sondern von einer Neustrukturierung der Hilfen. Diese Hilfen sollen das Grundeinkommen abdecken und ein normales Leben ermöglichen, sollen aber auch ein klares Ablaufdatum haben und nicht Anreiz für Arbeitslosigkeit sein. Ein weiterer Schritt ist die Erhöhung der Familienförderung, kostenlose Kindergärten und Kinderbetreuung, als auch das Recht auf leistbares Wohnen und Leben!

Für Österreicherinnen und Österreicher, welche in schlecht bezahlten Berufen gearbeitet haben oder durch die Betreuung von Kindern nicht auf die Beitragsjahre kommen, muss ein bedingungsloses Grundeinkommen geschaffen werden, welches auch diesen Menschen ein würdevolles und abgesichertes Leben ermöglicht ohne in Armut oder Abhängigkeit abzudriften! Dies soll jedoch nur für Österreicherinnen und Österreicher gelten, welche nachweislich oben genannte Bewertungsgrundlagen erbringen.

Die gesetzliche Anhebung der Mindestlöhne, aber auch im selben Zuge eine steuerliche Entlastung der Arbeitgeber ist eine unumgängliche Maßnahme! Altersarmut, ist jene Form der Armut, welche es nicht geben darf und wo der Staat kompromisslos helfen muss, um eine menschenwürdiges Leben im Alter zu ermöglichen! Generell muss, um den Wirtschaftsstandort Österreich zu sichern, ein Steuer- und Lohnnebenkostensystem geschaffen werden, welches den Arbeitgebern ermöglicht Arbeitsplätze zu schaffen ohne mit Steuern und Lohnnebenkosten dafür bestraft zu werden! Familien fördern, Arbeitsplätze schaffen und erhalten, Betriebe stärken, eine wirkliche Absicherung schaffen und Steuersystem erneuern – für die Bürger, für die Wirtschaft, gegen Armut!