Was die Gesundheit wert ist, erkennen wir meist erst, wenn wir krank sind. Und da sind wir schon beim Kern der Sache – die Konsequenzen eines ungesunden Lebensstils (Beispiel: Rauchen oder auch übermäßiger Alkoholkonsum) muss der Einzelne völlig selbst tragen – bis auf einen kleinen finanziellen Anspruch durch Leistungen aus unserem Gesundheitssystem, das von allen Österreichern getragen wird und daher auch allen gleichermaßen zur Verfügung steht.

Aus der Sicht der Freiheit des Individuums ist es also nicht zulässig, dass der Staat vorschreibt, wieviel Zigaretten jemand am Tag raucht, wieviel Alkohol er zu sich nimmt, oder ob er sich gegen Krankheiten impfen lässt oder nicht. Wo fangen wir an und wo hören wir auf, wenn der Staat beginnt, uns vorzuschreiben, wie wir zu leben haben, solange wir anderen damit nicht schaden? Darf ich noch eine Stelze essen? Natürlich darf der Staat ungesundes Verhalten höher besteuern, um damit gesundes Verhalten zu begünstigen, aber die Entscheidung trifft letztlich jeder für sich alleine.

Am Beispiel Corona zeigt sich besonders krass die Veränderung in unserer Gesellschaft.
Wegen 0,3% ernsthaft Erkrankter werden 99,7% der Restbevölkerung eingesperrt? War der erste Lockdown noch zu rechtfertigen, weil der Staat in guten Zeiten zu wenig Vorsorge für eine solche Pandemie getroffen hatte und nicht einmal für medizinisches Personal genügend Masken und Schutzkleidung vorhanden waren, so kann sich mittlerweile jeder selbst gut vor einer Übertragung des Virus schützen. Die Behauptung, dass nicht Impfwillige die Gesundheit der anderen (Geimpften) bedrohe, stellt allzu deutlich die Wirkung und den Schutz der Impfung in Frage, wie der Fall eines zweifach Geimpften Corona-Positiven bei den Salzburger Festspielen eindrücklich unter Beweis gestellt hat.

Es ist also nicht zu rechtfertigen, Menschen zu verunglimpfen, die sich gegen einen mangelhaft erprobten, 20 Jahre im Labor versperrten mRNA-Impfstoff aussprechen, über dessen Schutz keine zuverlässigen Aussagen gemacht werden können und dessen Langzeitauswirkungen völlig unbekannt sind. Ist es das wert, wegen eines Risikos von 0,3% einen gentechnisch veränderten Impfstoff in meinen Körper zu spritzen, während ich mich gleichzeitig dagegen wehre, dass der Bauer nebenan Genmais auf seinem Feld anpflanzt?

Also von uns ein klares JA zu einer gesunden Lebensführung, bei der auch der Genuss nicht zu kurz kommt – das Leben ist schon kurz genug. Unser klares NEIN gilt der Einmischung des Staates in die Unversehrtheit meines Körpers und meiner Gesundheitsvorsorge. Anreize für eine gesunde Lebensführung zu schaffen ist schon in Ordnung und im Interesse aller, aber der eigene Körper gehört ausschließlich jedem selbst!

Matthias Lexer, Gesundheitssprecher der FBP